RSS
 

11. Zurich Film Festival – 1

27 Sep

The Bright Day: Eine Iranerin muss innerhalb eines Nachmittags Zeugen eines Unfalls mit Todesfolge dazu überreden vor Gericht auszusagen. Diese sträuben sich aus verschiedenen Gründen und der Regisseur Hossein Shahabi schafft es ein – soweit ich es beurteilen kann – sehr authentisches Bild der iranischen Justiz und der Zivilbevölkerung zu zeichnen. Der Film ist sehr Dialoglastig und man kommt teilweise kaum nach die Untertitel zu lesen. Meiner Meinung nach haben die beiden Hauptdarsteller eine aussergewöhnliche Schauspielleistung vollbracht.
Leider gab es im Anschluss keine Frage&Antwort Session mit einem Beteiligten der Filmcrew.

4 von 5 Punkten.

Krigen: Ein dänischer Militärkommandant wird im Zuge des Kriegs in Afghanistan dazu gezwungen eine unmögliche Entscheidung zu treffen. Er entscheidet sich für die ihm unterstellten Soldaten und muss vor einem Militärgericht in Dänemark die Konsequenzen tragen. Nebenbei zeigt der Regisseur Tobias Lindholm den Wahnsinn des asymetrischen Krieges. Und zwar sowohl aus Sicht der Soldaten, die hinter jedem afghanischem Zivilisten einen Taliban vermuten (müssen) als auch aus Sicht der Familie des Kommandanten, die in Dänemark im Ungewissen auf seine Rückkehr wartet.
Tobias Lindholm hatte auch 2012 einen Film mit einem sehr ähnlichen Thema am Zurich Film Festival im Programm.

3.5 von 5 Punkten.

Regression: Minnesota, 1990: Angela Gray (gespielt von Emma Watson) beschuldigt ihren Vater des sexuellen Missbrauchs, aber dieser kann sich an nichts erinnern. Mittels Hypnosetherapie findet der Ermittler Bruce Kenner (gespielt von Ethan Hawk) heraus, dass eine satanistische Sekte ihr Unwesen in der Stadt treibt und scheinbar (fast) jeder Bürger der Stadt unwissentlich Mitglied dieser ist. Am Ende gibt es einen interessanten Twist, aber leider (obwohl ich dem Setting – Kleinstadt, Polizeiarbeit, ein wenig Horror – nicht abgeneigt bin) sprang der Funke nicht wirklich auf mich über.
Vorher war der Regisseur Alejandro Amenábar anwesend und hat ein paar Worte über den Film verloren. Leider gab es auch hier keine Frage&Antwort Session am Ende.

Alejandro Amenábar am 11. Zurich Film Festival

2 von 5 Punkten.

Die dunkle Seite des Mondes: Urs Blank (Moritz Bleibtreu) ist erfolgreicher Anwalt mit Spezialisierung auf Firmenfusionen. Als er die „Hippy Braut“ Lucille (Nora von Waldstätten) kennenlernt und sie gemeinsam Magic Mushrooms zu sich nehmen ändert sich sein Leben und seine Psyche. Bei dem Versuch aus dem anhaltenden Horrortrip wieder herauszukommen gerät er immer tiefer in (s)eine Welt aus Fantasie und verquerter Realität.
Nachdem die Vorstellung die Weltpremiere des Films darstellte, war (fast) die komplette Filmcrew inklusive dem Schweizer Autor Martin Suter, dessen Buch als Vorlage für den Film dient,  anwesend und Steven Gätjen hat nach der Vorstellung einige Fragen gestellt. Die meisten Antworten waren aber eher langweilig und ohne Pepp, wurden aber trotzdem vom Publikum meist mit tosendem Applaus bedacht.

Galapremiere 'Die dunkle Seite des Mondes' am 11. Zurich Film Festival

Galapremiere 'Die dunkle Seite des Mondes' am 11. Zurich Film Festival

3 von 5 Punkten.

 
1 Kommentar

Gepostet in Zürich

 

Kommentare

 

 
  1. 12. Zurich Film Festival – 1 « am Röschibach

    28/09/2016 21:07

    […] wie auch in den letzten Jahren haben wir uns wieder Tickets für 10 Filme des diesjährigen Zurich Film […]