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10. Zurich Film Festival – 1

28 Sep

Das Zurich Film Festival geht in die 10. Runde und so wie letztes Jahr haben wir uns wieder ein paar Filme ausgesucht und angesehen:

La Voz En Off: Eine spanische Familiengeschichte, in der zwei Töchter, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, im Mittelpunkt stehen. Es geht um Vertrauen und Misstrauen, das Finden der eigenen Identität und die Probleme bei der Erziehung der Kinder. Teile des Films haben mir sehr gut gefallen, andere wiederum waren eher zäh und langwierig. Durchwachsen.
Am Ende gab es leider keine Q&A-Session mit einem der Crew-Mitglieder.

3 von 5 Punkten.

Wish I Was Here (inklusive „Career Achievement Award“ für Michael Shamberg): Die erste halbe Stunde vor dem Film war geprägt durch das Warten auf und danach die Anwesenheit von Zach Braff vor dem Kino. Das Selfie-Machen mit Zach Braff und seine Interviews mit diversen Reportern wurden live auf die Kinoleinwand übertragen.
Direkt vor dem Film gab es die Award-Zeremonie für Michael Shamberg, der mir bis dato nicht als Producer bekannt war. Aber spätestens nach dem Showreel seiner Werke (Pulp Fiction, Garden State, Django Unchained, Erin Brockovich, A Fish Called Wanda, …) ist er auch mir ein Begriff. Im Zuge der Zeremonie war auch Zach Braff auf der Bühne und hat in seiner lockeren lustigen Art einiges über den Film und seine Entstehung erzählt.

Michael Shamberg und Zach Braff am 10. Zurich Film Festival

Der Film selbst war grossartig. Interessante Story mit vielen Seitenhieben auf den jüdischen Glauben, schöne Bilder, guter Soundtrack und einem zum Nachdenken anregenden Happy-End. Zach Braff, Kate Hudson und vor allem Joey King haben dem Film Glaubwürdigkeit verliehen.
Insgesamt über das ganze Event gesehen kann ich mich nicht erinnern wann ich 22 Schweizer Franken besser in Unterhaltung investiert habe als an jenem Abend.

5 von 5 Punkten.

I.D.: Ein Film aus der ZFF Reihe „Neue Welt Sicht – Indien“ und ich wusste nicht so recht, was mich erwartet. Aber egal, was ich erwartet hätte, der Film hätte die Erwartung übertroffen. Sehr gefühlvoll und – soweit ich das beurteilen kann – auch sehr authentisch portraitiert der Regisseur Kamal K.M. eine junge Frau, die in einem besseren Viertel von Mumbai wohnt und durch einen Zwischenfall mit der anderen Seite Mumbais konfrontiert wird: Bürokratie, Armut, Slums, das Abschieben von Verantwortlichkeiten, aber auch Hilfsbereitschaft. Der Film zeigt in meinen Augen auch ein sehr realistisches Portrait der Stadt Mumbai.
Nach dem Film war Kamal K.M. anwesend und hat sich vielen interessanten Fragen gestellt.

4 von 5 Punkten.

 
1 Kommentar

Gepostet in Zürich

 

Kommentare

 

 
  1. 10. Zurich Film Festival – 2 « am Röschibach

    04/10/2014 12:14

    […] Wildschweinen aus dem Dorf. Einzig durch die Darstellung der indischen ländlichen Armut (im Gegensatz zu I.D.) hat den Fim für mich […]