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8. Zürich Film Festival – 3

04 Okt

Four Horsemen: Der einzige Dokumentarfilm unserer Auswahl hat den Kapitalismus zum Thema. Mir teils bekannte und teils unbekannte „Koryphäen“ aus Wirtschaft und Politik erklären das kapitalistische System und zeigen Fehler und Verbesserungsvorschläge auf. Gut gefallen hat mir der Vergleich zwischen dem römischen Weltreich und der modernen USA und wie sich die Anzeichen des Niedergangs der Weltreiche gleichen. Einige komplexe finanzwirtschaftliche Zusammenhänge wurden anhand von animierten Grafiken erklärt wie man sie von diversen Youtube Videos kennt. Die Erklärungen und Schlussfolgerungen geschahen allerdings etwas zu rasch und ich hatte ein paar Mal Probleme zu folgen. Alles in allem aber eine sehr gute Dokumentation, ich habe einige neue Zusammenhänge des Geldsystems kennengelernt.

4 von 5 Punkten.

Dans la Maison: Der offizielle Abschlussfilm war auch unser Abschlussfilm. Die Anmoderation vor dem Film hat Steven Gätjen übernommen und dem anwesenden Regisseur François Ozon sowie einem der beiden Hauptdarsteller Ernst Umhauer einige Fragen gestellt. Der Film selbst handelt von der Beziehung zwischen einem literarisch begabten Schüler zu seinem Lehrer, der es selbst nie zu grossen schriftstellerischen Werken gebracht hat. Die Geschichte ist unaufgeregt und gewinnt ohne dass der Zuseher sich dessen bewusst ist sehr schnell an Dramatik und Spannung. Eine Nebengeschichte, die sich später in den Haupthandlungsstrang einflicht, sorgt für Heiterkeit. Durch die guten Schauspieler, die französische Sprache und die ungewöhnliche Erzählweise ist dem Regisseur ein wirklich toller Film gelungen.

5 von 5 Punkten.

Übrigens, das Goldene Auge für den besten internationalen Spielfilm hat Broken gewonnen.

 
 

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